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Ich kann Kanzler und ich kann Jauch

22. Juni 2009 um 17:29 Uhr

Da fing am Donnerstag die große Castingshow des ZDF an und am Freitag hörte sie schon wieder auf. Was war das denn?
Das zweite deutsche Staatsfernsehen kaufte sich ein amerikanisches Konzept ein, das im Grunde sehr interessant klingt. Junge Köpfe versuchen sich als Kanzler.
Endlich mal eine Castingshow, an der ich auch teilnehmen könnte. Doch noch bevor ich das Anmeldeformular ausgefüllt hatte kam die Ernüchterung: ab 35 Jahre ist man bereits zu alt zum Kanzler. Schade, dass das nicht für die realen Kanzler gilt.

Ich war trotzdem gespannt auf visionäre Köpfe mit Elan, Mut, Begeisterung und kreativen Ideen. Jeder durfte seine Idee für Deutschland vortragen und noch etwas über sich selber erzählen. Von den über 1000 Bewerbern siebte das regimetreue ZDF sicherlich schon mal erheblich aus. Es blieben 40 Personen übrig. Diese waren zwar ausnahmslos alle besser als die aktuelle Kanzlerin, aber so wirklich hebten sie sich nicht vom Alltagsbrei ab.

Ich sah mir alle Beiträge an. Das ZDF opferte dafür sogar die Primetime von 1 bis 5 Uhr in der Nacht. Ideal, um junge Menschen im hellwachen Zustand von Politik zu begeistern. Welche Laus hat das ZDF dabei bloß gejuckt? Gut, dass man Recorder zur Verfügung hat.

Es gab lediglich eine Handvoll richtig kreativer und mutiger Laienpolitiker, die ihre Träume verwirklichen wollen. Wie meinte einer so schön: sicherlich kann man nicht alles sofort verwirlichen, aber seine Vision sollte immer über allem stehen. Ja, solche Frauen (ach sorry, die hatten keine Visionen) und Männer brauchen wir. Ab ins Finale.

Leider nicht. Günther Jauch, den ich ja eigentlich sehr schätze, hat sich bei dieser Sendung als vollkommen konservativ und altbacken erwiesen. Bloß nicht dem Volk mehr Demokratie einräumen. Das sei ja völlig unrealistisch. Real ist, dass es zwar repräsentative Demokartie heißt, aber in Wahrheit repräsentiert niemand, sondern die Politiker bestimmen ganz allein über alles.  Das ist real und das soll gefälligst auch so bleiben. So war der Tenor von Jauch, dem ZDF und den beiden anderen Juroren Anke Engelke und Politiker Henning Scherf. So blieben die besten Typen auf der Strecke.

Übrig blieben 6 Personen, die man leicht mit führenden Politikern verwechseln konnte. Ihr Motto: viel Bla Bla um nichts. Allerdings blieb ihnen auch nicht viel Redezeit, um Thesen und Ziele weiter auszuleuchten. Daher blieb nur derselbe Senf, den wir täglich hören: weniger Steuern, mehr Bildung, mehr Kinder. Klingt alles schön und gut, aber das können 80 Millionen Deutsche auch runterplappern. Wo sind Wege und Lösungen?

Es wurde dann im Laufe der Live-Finalshow am, Freitag auch klar, dass das ZDF gar keinen besseren Kanzler sucht, sondern eine Kopie von Merkel & Co. Scheinbar haben wir schon die beste Kanzlerin da oben sitzen. Von dem Moment an wurde die Sendung für mich uninteressant.
Es kamen dann auch die üblichen Politikerphrasen nach dem Motto “Sie müssen die Frage anders stellen”.

Was man in Deutschland von Demokratie hält, merkte man an der Abstimmung. Im Publikum saß ein repräsentatives Publikum. Die TV-Zuschauer durften erst ganz am Schluß dran. Warum macht das bei echten Wahlen nicht auch gleich so. Man nimmt einfach 100 Leute aus dem Volk raus und lässt die für alle wählen. Das spart viel Geld und Zeit und die Wahlbeteiligung dürfte bei 100% liegen. Und da der Kanzler ja repräsentiert kann er sich doch nächstes Mal gleich selber wählen.  Wozu brauchen wir überhaupt noch ein Volk? Kostet nur unnötig Geld.

Noch ein Wort zu den Finalkandidaten:

Delano Osterbrauck (SPD)
Er steht für Vielfalt, Gleichheit und gleiche Chance für Migranten.
Er labert viel, ist ganz nett, die Ideen sind freundlich, aber es ist nichts neues dabei und keine konkreten Ziele. Er flog dann auch verdient gleich raus.

Siegfried Walch (CSU)
Dieser Ur-Bazi steht für Steuervereinfachung und Gerechtigkeit. Als Opelhändler war er trotzdem zunächst gegen eine staatliche Unterstützung, schränkte das am Ende dann aber doch wieder ein. Wollte er keinen Ärger mit Opel bekommen?
Als Redner gefällt er mir gut. Viele Inhalte hat er aber von Westerwelle abgekupfert. Zum Schluß schwamm er dann etwas und flog dann auch bald raus.

Philip Kalisch (SPD)
Dieser ehemalige Hamburger Demonstrant setzt sich für kostenlose Bildung für alle ein. Der Käptn Iglo in klein ist ein sympathischer Mann vom Hamburger Kiez. Er war mein Favorit in der Sendung, weil er ehrlich rüberkam. Aber insgesamt war auch er zu brav und zu geradlinig.

Nuray Karaca (Grüne)
Die sympathische Türkin steht für eine frühkindliche Bildung, Motivation und Integration. Sie leidet an ihrem niedlichen Aussehen, wie sie sagt. Aber wo ist das Problem. Muss doch nicht jeder so aussehen wie Angie, um Kanzlerin zu werden. Sie ist eine gute Motivatorin. Das braucht das Land. Sie hatte dann auch mal konkrete Ideen. “Anstoß statt Differenzierung”, um Ausländer in die Gesellschaft einzubinden. Wenn sie noch vielfältiger wird, dann könnte aus ihr noch was werden.

Antje Krug (parteilos)
Ihr Vorbild: Zensursula von der Leyen
Das sagt schon alles. Sie setzt sich für Kinder und ein Elternkompetenzzentrum ein. Trotz 4 Kindern und Hartz IV meint sie, sie käme damit gut aus. Sie jammert nicht, sie packt an. Das gefällt mir. Aber an ihr merkt man auch, dass man gar keinen Staat benötigt, wenn jeder Mensch so agil wäre wie sie. Vom Typ gefällt mir sie gut, doch sie geht den falschen Weg - auch wenn die Idee mit dem Kompetenzzentrum nicht schlecht ist.

Jacob Schrot (CDU)
Der Gewinner steht für Chancengleichheit, gegenseitigem Verstehen, Bildung und Integration
Er lebt Politik mit Leidenschaft. Im Casting räumte der 18jährige richtig ab. Das Argument, dass jede Gruppe andere verstehen sollte, stammt von mir. Viele seiner Ideen sind völlig CDU-untypisch. Doch während der Livesendung fiel er immer weiter ab. War er zunächst noch für mehr Geld für Bildung und weniger für Militär, wollte er am Ende dann doch mehr Geld nach Afghanistan geben, wie deutschen Soldaten eh schon mit modernsten Waffen ausgestattet sind (wie die Amis neidisch äußern). Viele seiner Ansätze bröckelten dann zusammen. Trotzdem gewann er das Kanzlergehalt für einen Monat und das Praktikum in Berlin.
 
Am Moderator möchte ich mich mal nicht auslassen. Da gab es etliche Pannen, aber das machte ihn ganz sympathisch. Schlimmer war es, dass die gute Idee vom ZDF irgendwie verhunzt wurde. Man merkte deutlich, dass es keine Unterschiede zwischen Union und SPD gibt - nicht mal im Nachwuchs. Gewagt wurde rein gar nichts. Dem Publikum sollte irgendwie weisgemacht werden, dass doch alles wunderbar läuft.

So holt man natürlich keine Jugendlichen vor die Wahlurne. Die Poltikverdrossenheit dürfte eher noch zunehmen. Solch ein Casting hätte man in die Länge ziehen müsssen. Man hätte es von der Presse begleiten lassen müssen. Die Teilnehmer hätten provokante Themen äußern und behandeln müssen.

So war es zwar eine interesssante Sendung, die aber am Ende sehr frustrierend endete. Jede Hoffnung auf ein modernes Deutschland mit mehr Volksbeteiligung ist irgendwie dahingeschmolzen…

Kesslers Knigge verändert die Comedy

21. Juni 2009 um 17:04 Uhr

Der Fun-Freitag auf SAT1 wird ja immer gerne von der Presse belächelt. Die Quoten seien mies, egal, was dort läuft. Das gehe nun schon seit Jahren so. Vielleicht sollte man dann einfach mal die Erwartungen senken und nicht alles an längst vergangene Zeiten messen.

Das neueste Opfer müsste jetzt eigentlich Kesslers Knigge sein. Ob die 9% in der Zielgruppe nun gut, schlecht oder ganz okay sind hängt deshalb auch eher vom Standpunkt des Betrachters ab.

Michael Kessler, einer der großen Stars von Switch Reloaded und der Schillerstraße (ich bemerke jetzt erst, dass die Sendung schon wieder pausiert), hat sich an eine neue Form der Comedy gewagt. Hier besteht ein Sketch aus 10 Mini-Sketchen. Frei nach Knigge heißt es “10 Dinge, die Sie nicht tun sollten, wenn…”

Beispiele sind “…. Sie ein Bewerbungsgespräch haben” oder “… Sie im Kino sind”. Fast wie am Fließband spielt Kessler recht absurde Situationen. Einiges sieht man auch öfters, z.B. einen Grill im Theater oder im Fahrstuhl.

Ziel ist es, dass der Zuschauer nicht erst lange auf die Pointe warten muss, sondern er im Prinzip alle 5 Sekunden lachen kann. Ob das funktioniert hängt vom eigenen Komikzentrum ab. Meine lautesten Lacher kamen ausgerechnet an Stellen, die bei langen Sketchen eigentlich eher albern wirken. Aber sie kamen halt spontan.
Manche Gags versiebten auch. Aber das ist ja egal, denn schon kommt der nächste. Das Konzept geht also durchaus auf. Vertraute Szenen gingen auch komplett gelungen durch, z.B. im Internet Cafe.

Michael Kessler ist auch einer der wenigen TV-Stars, die regelmässig auf Twitter Nachrichten verbreiten. So hat er natürlich auch auf diese Sendung hingewiesen und freut sich auf Feedbacks seiner Fans. Alleine für diesen Einsatz war ihm ein guter Start der Serie zu gönnen. Und es hat geklappt. Die erste Folge machte Spaß auf mehr. Der nächste Fun-Freitag kommt bestimmt.

Merkel bei Illner: wie man mit vielen Worten nichts sagen kann

12. Juni 2009 um 16:08 Uhr

Das ZDF begann die Talkshow bei Maybrit Illner recht mutig. So wurde in einem Einspielfilm Angela Merkel (Bundeskanzlerin, für diejenigen, die sie schon vergessen haben sollten) als Chamäleon dargestellt. Sie legt ihre Fahne in den Wind. Wenn das Volk hören will, dass mal wieder was für die Natur getan werden soll, steht sie neben einem Eisbär am Nordpol. Die Woche später droht der letzte Volkswagen vom Band zu rollen und schon setzt sie sich für neue Luftverpestung ein.

Ja, so ist unsere Angie. Wer erinnert sich nicht an ihre hysterischen Angriffe auf Schröder im Bundestag, als sie alles schlecht geiferte, selbst wenn er eine unmoderen Krawatte trug? Es wurde dann plötzlich ganz still, als sie aus Versehen Kanzlerin wurde. Im ersten Jahr schien sie völlig von der Bildfläche verschwunden zu sein. Sie war eine gute Kanzlerin, denn sie tat nichts - also auch nichts Falsches.

Doch irgendwann bemerkte das Volk, dass es kanzlerlos war. Und dann begann der Ärger. Grundrechte ade und alles, was vorher bei Schröder noch zum Niedergang des deutschen Abendlandes führte, fand das Merkel, wie Freunde sie auch liebvoll nennen, plötzlich ganz toll.

Aber was will Angie nun wirklich? Keiner weiß es. Vielleicht liegt sie deshalb auch bei Umfragen ganz gut im Rennen. Aber Maybrit Illner würde es schon aus ihr rauskitzeln - dachte die Nation. Vor ein paar Tagen bei RTL mißlang das ja. Da erfuhren wir nur, welche Knödel sie am liebsten zu sich nimmt.

Doch es wurde auch im ZDF nichts. Viel Gelaber um nichts. Das einzige Thema war die Finanzkrise. Interessiert die Nation nur noch, wie häufig Opel gerettet wurde? Es würde reichen, wenn sie es einmal deutlich erklären würde, warum sie so und nicht anders gehandelt hat. Aber wieder brachte sie nur die üblichen Phrasen heraus.

Die Marktgesetze würden nicht funktionieren. Und dann müsse der Staat eingreifen, damit sie wieder funktionieren.
Das ist doch Quark. Wenn Marktgesetze angeblich nicht funktionieren, dann stimmt an den Gesetzen grundsätzlich etwas nicht. Dann wäre auch die soziale Marktwirtschaft nicht das richtige System. Oder das Marktgesetz funktioniert durchaus richtig, nur die Rahmenbedingungen sind halt ungeeignet, u.a. auch die durch den Staat erzeugte.

Die Kanzlerin verkauft den Bürger also für dumm. Die Fragen von den Zuschauern betrafen leider auch nur finanzielle Themen (was ist eigentlich mit den Grundrechten, die immer mehr eingeschränkt werden?). Die Frage, ob sie die Mehrwehrsteuer wieder mal erhöhen würde, beantwortete sie mit nein. Muss sie ja sagen, weil sonst die FDP nicht mitregiert. Zumindest verspricht das Westerwelle.

Wie auch letzte Woche, als Steinmeier müde bei Anne Will saß, wirkte auch Angela Merkel kaum lebhafter als Rudolf Scharping im Tiefschlaf.

Wenn man sich also mal unsere beiden Kanzlerkandidaten so anschaut, dann wundert es mich nicht, dass so viele Firmen insolvent gehen. Es fehlt irgendwie ein Motivator.

Hoffen wir auf spannendere Rededuelle in den nächsten Monaten im Superwahljahr. Und dann erwarte ich auch von den Illners dieser Welt mal ein paar provokante Fragen, z.B. diese: warum findet die Regierung eigentlich das System Chinas und Irans so toll, da sie ja deren Zensur- und “Schutz”maßnahmen übernehmen möchte?
Oder warum wird der Familienschutz ausgehöhlt, da binationale Ehepaare nicht ohne weiteres in Deutschland zusammenleben dürfen?
Oder warum wandern aus der BRD mittlerweile jährlich fast so viele Menschen aus wie vor dem Mauerfall aus der DDR?
Die heißesten Fragen der Zuschauer bei Youtube gehen wohl nicht über den Äther. Ich versuche es nächstes Mal.

Also mal etwas Mut, liebe Wills, Illners, Maischbergers und Plasbergs dieser Welt. Ich will keine eingeübten Phrasen, sondern echte Emotionen erleben. Die Moderatoren sollten die Politiker zum Nachdenken anregen, damit diese nach Hause gehen und sagen können: “Mensch, bei der Illner, da habe ich was gelernt”. 

Was macht RTL besser als andere Sender?

um 05:53 Uhr

RTL ist wie die BILD, McDonalds oder Modern Talking. Alle regen sich darüber auf, aber alle sehen, lesen, hören oder essen es.

Wenn man sich die Einschaltquoten vom Mittwoch dieser Woche in der sogenannten Zielgruppe ansieht, dann kann man sich nur wundern:

1   Einspruch - Die Show der Rechtsirrtümer (RTL) 2.21 Mio. - 20.4 %
2   Erwachsen auf Probe (RTL) 1.92 Mio. - 19.2 %
3   Gute Zeiten, Schlechte Zeiten (RTL) 1.79 Mio. - 22.7 %
4   Stern TV (RTL) 1.76 Mio. - 21.6 %
5   RTL Aktuell (RTL) 1.32 Mio. - 22.0 %

Woran liegt es, dass RTL absoluter Marktführer ist? Schauen wir uns die einzelnen Sendungen genauer an:

Einspruch:
eine neue Beratungs-Doku, moderiert von Kiwi, die eigentlich beim ZDF-Fernsehgarten arbeitet (aber ein Jahr aussetzen musste).
Es wurden einige Fälle aus dem Alltag vorgestellt, z.B. dass jemand 24 Parkscheiben mit unterschiedlichen Zeiten ins Auto legt, um niemals ein Knöllchen zu bekommen. Ob das legal ist, wurde dann von einem Anwalt im Studio geklärt.
Die Sendung war gelungen: informativ und unterhaltsam, teilweise skuril. Allerdings gab es Beratungs-Sendungen in letzter Zeit auch bei SAT1. Auch gut gemacht, aber die Quoten lagen bei maximal 2/3 im Vergleich zu RTL.
Würde “Einspruch” völlig identisch bei SAT1 oder gar VOX, KabelEins, Arte usw. laufen, wäre es genauso.

Erwachsen auf Probe:
bei dieser Sendung hätte RTL sogar die Skandal-Presse im Vorfeld zugute kommen können. Babys in fremden Händen vor laufender Kamera! Es gab sogar einstweilige Verfügungen gegen die Ausstrahlung, die aber abgelehnt worden sind. Es ist schwer zu sagen, ob es den Babies tatsächlich schadet. Die Grundidee, Jugendlichen bereits frühzeitig auf Kinderkriegen vorzubereiten ist ja gar nicht mal verkehrt. Dem Publikum bleiben die Probleme jedoch verborgen. Es wird zu viel geschnitten, es gibt wenige Details. Der junge Zuschauer lernt nicht viel. Für mich eine verschenkte Idee. Muss man nicht sehen.

Gute Zeiten, Schlechte Zeiten:
einer der ersten, aber auch er der schlechtesten Soaps im deutschen TV. Es gibt durchaus gut gemachte Serien und Telenovelas, z.B. bei ARD und ZDF.  Aber was hält das Volk bloß bei GZSZ? Es gab immer mal einige Wochen, in denen ich reinblickte, um zu sehen, ob sich das Niveau gesteigert hat. Nein. Billige Unterhaltung, selten mal Spannung. Den Zuschauer treibt wohl die Gewohnheit vor den Fernseher.

Stern TV:
Der Herr Jauch ist schon ein Guter. Das war er auch schon vor 20 Jahren beim ZDF. Fachlich kompetent, beruhigend, durchaus auch mal mit Witz … der ewige Sonnyboy der Nation. Bei Stern TV hängt das Interesse an der Sendung von den Themen ab. Es gibt immer mal wieder brisante Themen und Einzelschicksale, z.T. auch beruhend auf RTL-Sendungen im Vorprogramm. Aber es gibt auch viel Leerlauf, was allerdings auf persönliches Desinteresse an den Themen beruht.

RTL Aktuell:
Bei dieser Nachrichtensendung muss man den Hut ziehen. Sie schafft den Spagat zwischen informativen, reißerischen und unterhaltsamen News. Peter Klöppel ist zwar nicht ganz so gut wie seine Kessler-Parodie bei Switch, aber wohl mit Abstand der symathischste Anchorman einer News-Sendung. Vieles erinnert zwar an BILD-Niveau, was die Panikmache betrifft, aber das Volk will das wohl so.

Mein Fazit:
es gibt durchaus ein paar gute Sachen bei RTL. Aber die würden bei anderen Sendern nicht so gut laufen. Der Zuschauer hat wohl RTL auf der Fernbedienung weiter oben. Er erwartet wohl auch bei RTL mehr Unterhaltung als bei SAT1, das eher als hausbacken gilt. Und ProSieben ist vielen wohl zu jugendlich. Dabei hat gerade der Sender wohl mehr Unterhaltung für die ganze Familie zu bieten als RTL.
Ein weiterer Grund ist die Gewohnheit. DSDS, GSZS, Supernanny, Dr. House usw. laufen halt schon seit Jahrhunderten. Immer derselbe Sendeplatz. Experimente traut man sich beim Sender kaum. Man kann es sich sogar leisten, nächstes Jahr auf das Dschungelcamp zu verzichten. Die Finanzkrise ist somit auch bei den D-Promis angekommen.

Naddel vs. Naddel

11. Juni 2009 um 08:52 Uhr

Die 9. Big Brother-Staffel neigt sich ihrem Ende zu. Nachdem Sascha Sürtl rausgewählt wurde, ist kein eindeutiger Sieger erkennbar. Marcel wird aber wohl als leichter Favorit gehandelt.

Der große Aufreger der letzten Wochen war aber die “Erscheinung” von Nadja Abd el Farrag. Sie erhielt als Kind irgendwann mal den Spitznamen Naddel, wie so viele Kinder dieser Erde. Obwohl sie den Namen gar nicht mochte, wie sie mal in einem Interview sagte, kam sie (oder ihr Manager) auf die Idee, die Bezeichnung Naddel als Marke registrieren zu lassen.

Das Markenamt ging auf diese absurde Idee - wie so häufig - ein. Geldgier, Unfähigkeit… keine Ahnung, was das Amt geritten hat, einen gewöhnlichen Spitznamen als Marke zu erlauben. Das spricht nur für eine Abshaffung dieser Institution.

Nun zog aber auch die sympathische Naddel, also die Nadine, die ebenfalls als Kind den Spitznamen von Freunden erhielt, ins Haus ein. Da sie rumgeschnackselt hat, wie Nadja meinte, vernot sie ihr nun, den Namen weiter zu nutzen, um ihr Image nicht zu schädigen.

Leider ging Naddel-Nadine sofort darauf ein. Ich hätte eine Mordswind gemacht. Der Imageschaden von Naddel-Nadja ist nach dieser Aktion natürlich viel höher. Und natürlich wurde Nadine von ihren Mitbewohnern weiter Naddel genannt. Warum auch nicht?

Für uns war es die peinlichste Aktion im deutschen Fernsehen. Und dafür steht in Zukunft die Marke Naddel. 

Anna und die Liebe verpasst?

9. Februar 2009 um 10:50 Uhr

Es ist immer ärgerlich, wenn man eine Folge von Dauerserien wie “Anna und die Liebe” verpasst. Mittlerweile gibt es im Internet gute Möglichkeiten, die Sendungen später zu beliebigen Zeitpunkten anzuschauen.

Hier sei vor allem maxdome erwähnt. Viele alte Kultserien und aktuelle TV-Serien stehen dort entweder kostenlos, per günstigem Einzelabruf oder innerhalb einer Art Flatrate in einem frei wählbaren Paket zur Verfügung.

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Der Gerichtsvollzieher kommt

um 10:26 Uhr

Wie Pilze wachsen die Ratgebersendungen aus dem Boden. Nach Rach, Super-Nanny und Raus aus den Schulden möchte nun auch SAT1 endlich mal punkten. Mit den Sozialfahndern lief es noch nicht so prickelnd. Nun kommt der Gerichtsvollzieher.
Durchaus interessant gemacht. Vor allem sieht man, dass sie auch mal nichts mitnehmen, obwohl z.B. PC, Bilder an der Wand, Sofa usw. vorhanden sind. Richtig human die Herren…

Warum gibt es eigentlich immer nur Sendungen über Negativfälle wie Schulden, aufmüpfige Kinder, Sozialfälle usw. Wo bleiben Sendungen wie “Rein in den Reichtum”? Hier können erfolgreiche und glückliche Menschen erzählen, wie sie dazu gekommen sind. Aber so leben wir alle mit “Hartz Fear”. Pessimisus statt Optimismus. Komisch.

Oliver Pocher flieht wohl zu RTL

um 10:10 Uhr

Die ARD ist doch immer für kuriose Entscheidungen bekannt. Man erinnere sich nur an Günther Jauch, der fast die Anne Will gewesen wäre. Doch kurz vor der Unterschrift hat man ihn vergrault.
Dann wollte man schlauer sein und holte Schmidt & Pocher ins Boot. Harald Schmidt kannte man ja noch von früher. Vermutlich hatte keiner der ARD-Verantwortlichen seine Sendungen gesehen. Und dann las man, dass Oliver Pocher bei der Jugend wohl gut ankommt. Passt schon.

Doch dann wunderte man sich, dass die beiden völlig untypische Äußerungen rausließen, die man so aus den 50ern und 60ern nicht kannte. Ob Nazimeter, ein natürliches Geschenk von Lady Bitch Ray  oder ein freizügiges Interview mit Charlotte Roche… fast in jeder Sendung gab es Ärger mit den Rundfunkräten. Das Publikum freute sich.

Und nun geht es um Oliver Pocher, der Tom Cruise in seiner Rolle als Stauffenberg parodierte. SWR-Rundfunkrätin Wieland fand es ”unsagbar pietätlos” und “ehrabschneidend”. Volker Stich meinte  “Die überwiegende Mehrheit von uns, bestimmt 80 bis 90 Prozent, ist der Meinung, dass Herr Pocher der ARD nicht gut tut.”

Die Zusammenarbeit der beiden ist eh bald beendet. Schmidt bleibt wohl bei der ARD, um den Rundfunkrat weiterhin zu ärgern. Und Pocher hat wohl die Schnauze voll und wird angeblich von RTL angelockt. Mit Günther Jauch hat er nun einen Piloten für eine neue Quizshow, die etwas an “Schlag den Raab” erinnert gedreht. Leichter wird er es bei RTL jedoch auch nicht haben. Das liegt allerdings eher an der Presse und sonstigen Moralaposteln, die ja auch an Dieter Bohlen immer etwas auszusetzen haben.

Typisch: so geht die ARD mit den Bundesligarechten um

um 09:55 Uhr

Das war zu befürchten: die ARD bekam jetzt den Zuschlag, auch die Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga zusammenzufassen. Zur Zeit laufen die in einer einstündigen informativen Sendung im DSF.

Die ARD darf die Spiele ab 22 Uhr zeigen. Doch da läuft ja Anne Will. Und gerade im Wahljahr will man natürlich nicht auf die Talkshow verzichten oder sie nach hinten verschieben. Das war auch schon vor der Rechtevergabe klar und sollte auch der DFB wissen.

Doch der ARD ist das piepschnurzegal. Man kennt das ja auch schon von der 3.Liga. Teuer erkauft. Und was sieht man? Der Sportfreund erhoffte sich eine Live-Konferenzschaltung, wie man es von Premiere kennt. Nööö. Dann wenigstens das Topspiel der Woche live. Nööö. Das gibt es nur ganz selten mal in einzelnen dritten Programmen. Nein, die ARD versteckt ein paar dürftige Ausschnitte in der Sportschau.

Und so ist es nun auch mit der 1. Bundesliga. Die ARD möchte sie in den Tagesthemen unterbringen. Wie soll das ausssehen? Jeweils 2 Minuten pro Spiel, weil man den Rest ja mit Politik ausfüllen muss? Eine echte Schande für den Fußballfreund, für das öffentlich-rechtliche Fernsehen und für den DFB/DFL, die so sorglos mit den Rechten umgehen. Und dafür zahlt der Bürger GEZ-Gebühren !

Die ARD sollte lieber beim Rodeln und Biathlon bleiben. Da sind sie gut. Aber Fußball ist einfach nicht deren Ding.

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Schlag den Star geht auf Sendung

um 09:45 Uhr

Einer der größten Erfolge der letzten Jahre war “Schlag den Raab”. Das Konzept wurde schon in viele Länder verkauft und holt dort sensationelle Quoten, z.B. in UK, Frankreich, Schweden, Däenmark und neuerdings Spanien. Teilweise spielen die Kandidaten dort nicht gegen einen Hero, sondern gegen verschiedene Stars. Das wiederum gefiel dem Raab, so dass er nun auch die Variante “Schlag den Star” re-importiert.

Am 13. März geht es in zunächst 4 Folgen los. Jede Woche spielt jemand um 50000 Euro, die ggf. in den Jackpot gelangen. Es gibt maximal 9 Spiele und die Sendung ist auf 2 Stunden angelegt. Die ersten Stars sind Stefan Effenberg, Boris Becker, Stefan Kretzschmar und Wigald Boning. Wir freuen uns drauf.

Wok-WM wird zur Dauer-Werbesendung

um 09:40 Uhr

Es gibt schon kranke Bestimmungen in Deutschland. Einer der fragwürdigsten Regel bestimmen das Ausmaß und die Durchführung von Werbemaßnahmen im deutschen TV. Ohne Werbung kann eine Marktwirtschaft nicht funktionieren. Wenn Werbung nervt, schadet das dem Zuschauer als auch den Unternehmen, die dafür viel Geld zahlen.  

Und genau dahin treibt es der Staat. Die Werbung wird kontraproduktiv wegen der Werbeinseln, die sich kaum jemand anschaut. Viel effektiver und für den Zuschauer interessanter wäre zielgerichtete und passende Werbung. Der Staat nennt das aber Schleichwerbung und verbietet es.

So geschehen nun mit der letzten Wok-WM. Die beliebte Fun-Sportveranstaltung von Stefan Raab wird regelmässig gesponsert von Unternehmen, die ihre Banner an der Rennstrecke befestigen oder Namensgeber für die Viererwoks sind. Das ist bei Sport-Events niemals ein Problem. Es ist zwar auch Werbung, aber was kann das TV dazu, wenn in einem Fußball-Stadion überall Firmennamen prangen? Soweit gut. Aber die WOK-WM wird von den TV-Kontrolleuren nicht als echte Sportveranstaltung anerkannt. Das alleine ist schon eine Unverschämtheit gegenüber den Wok-Sportlern, die tagelang trainieren und ihr Leben aufs Spiel setzen.

Raab musste Strafe zahlen. Die nächste Wok-WM war zudem gefährdet. Ohne Sponsoren wäre eine solch erklassige Sendung ohne GEZ-Gebühren nicht möglich. Aber Raab ist ja clever. Und so nutzt er eine Lücke dieses ohnehin schon merkwürdigen Systems. Die Wok-WM wird als Dauerwerbesendung gekennzeichnet. Somit kann er in den 3 bis 4 Stunden soviel Werbung unterbringen, wie er möchte. Das dürfte sogar ein Vorteil für ProSieben sein, obwohl am Nachmittag dann weniger Werbung laufen wird. Aber effektiv ist ohnehin eher der Abend. Dass die Zuschauer damit mehr “Schleich”werbung sehen, ist den Gesetzeshütern ja zum Glück egal.

Ich finde es klasse, dass Raab ein kontraproduktives Gesetz mit eigenen Mitteln schlägt und damit demonstriert, dass der Staat diese ganzen sinnlosen Hürden für den wirtschaftlichen Mittelstand endlich abschafft.  

Kategorie Sport | Kommentare (0)

Filmnachwuchs kann seine Werke nun auf Maxdome vermarkten

um 09:18 Uhr

Große Chance für junge Filmkünstler: Abschluss- und Jahresfilme von Studenten der renommierten Filmhochschule in Ludwigsburg werden jetzt auf der bekannten “Video-on-Demand”-Plattform von maxdome präsentiert. Registrierte User können die Filme für 1,49 Euro aufrufen. Sie sind aber auch im Movie- und Premiumpaket (Flatrate) enthalten.

In Zukunft möchte maxdome daraus einen eigenen Bereich “Young Directors” machen, wenn genügend Beiträge enthalten sind. maxdome ist zudem Fördermitglied der Filmakademie und unterstützt den kreativen Nachwuchs mit einem eigenen mit 5000 Euro dotierten “Caligari”-Preis, der an besonders begabte Studenten am 2. April in Ludwigsburg verliehen wird.

maxdome bietet zudem aktuelle Blockbuster, aktuelle und ältere TV-Serien und Sport-Events zum Abruf an.
Kostenlose Registrierung

Jürgen Vogel überrascht in der Schillerstrasse

um 08:43 Uhr

Manch einer war ja skeptisch, ob Jürgen Vogel ein gelungener Nachmieter in der Schillerstraße sei. Cordula Stratmann hatte diese Aufgabe ja recht herzlich erfüllt. Der Jochen trat bislang nie als Comedian in Erscheinung, sondern ist ein Schauspieler, der seine Texte auswendig lernt.

Doch die ersten beiden Folgen wirkten sehr erfrischend. Das lag natürlich auch an der langen Pause. Vor 2 Jahren wirkte das Ensemble doch etwas müde. Aber jetzt sind sie wieder alle da, die Pochers und Maddins dieser Welt. Die Quoten sind fast sensationell, was auch SAT1 gut tut.

The biggest loser verlor knapp 100 Kilo

um 08:39 Uhr

ProSieben und Moderatorin Kati Witt holten mit der Abnehm-Show zwar nicht so gute Quoten, aber die Kandidaten dürften glücklich sein. Zusammen verloren sie innerhalb weniger Monate fast 400 Kilo.

Der Gewinner Enrico trat zunächst mit rund 190 Kilo auf. Sein Hals war kaum noch zu erkennen, weil das Fett alles verdeckte. Mit einer gesunden Ernährung und viel Sport verlor er über die Hälfte seines Körpergewichts und gewann nun das Geld mit ca. 90 kg.

Zwischendurch naschte er sogar ein paar Pizzastücke. Das ermutigt natürlich Übergewichtige, um auch längere Zeit durchzuhalten und trotzdem ab und zu nicht auf Leckereien verzichten zu müssen.

Die Show selber war eigentlich viel mehr auf interne Streitereien fixiert als auf die Vermittlung der sportlichen und kulinarischen Bedingungen. Die Entscheidungsshow mit Rückblicken und dem Wiegen aller Kandidaten hätte man auch in 45 Minuten durchziehen können.

Rebecca kehrt ins Big Brother-Haus zurück

14. Januar 2009 um 08:23 Uhr

Die Quoten waren schwach, also wurde das Haus umgebaut. Big Brother Reloaded startet am Montag mit knallharten Regeln. Nur die Harten kommen in den Garten, bwz. in die Hölle. Die motzige Delia wurde zurecht rausgewählt, durfte aber 3 Bewohner auf die Abschussliste und in die Kälte schicken. Mit Cathy, Daniel und Sascha wählte sie ausgerechnet drei sehr sympathische Wesen aus. Typisch Delia. Das bestätigt nur, warum sie so unbeliebt war.

Eingezogen ist eine Pornoqueen und eine riesengroße Frau. Mehr Spannung dürften aber die nächsten Bewohner bringen: Ex-Gewinner Sascha zieht ein und Rebecca. Sie war unsere Nr. 1 bei der letzten Staffel, als sie wegen einer ungücklichen Äußerung zwangsweise das Haus verlassen musste. Wir hatten die Entscheidung damals kritisiert. Anscheinend hat auch RTL2 inzwischen begriffen, dass der Rauswurf die falsche Maßnahme war. Bildung und Aufklärung sollte immer vor Zensur gehen. Umso schöner, dass wir Rebecca mit ihrer putzig-exotischen Art wiedersehen dürfen.

Hilfe, ich bin kein Star

um 08:11 Uhr

Seit ein paar Tagen läuft wieder die Dschungelshow,  bei der jede Menge Lebewesen ihr Leben lassen müssen. Damit meine ich nicht die Stars aus bessere Zeiten.

Zwei Teilnehmer kannte ich vorher überhaupt noch nicht: Christina “Mausi” Lugner, deren Österreich-Dialekt das einzig Interessante ist, und Michael Meziani, dessen Soaps ich niemals sah.

Giulia Siegel ist auch nur Tochter von Beruf. Und Nico Schwanz verdankt seinen Ruhm seinem Nachnamen. Beide irrelevant.

Lorielle London, die mal Lorenzo war, ist der Nervfaktor der Staffel. Wehklagen pur. Ähnliches gilt für die alte Diva Ingrid van Bergen.

Bislang eher unsichtbar ist Norbert Schramm. Ein kleiner Angeber ist Peter Bond.

Gibt es denn gar keine sympathischen Personen im Camp? Doch, zum einen der “schreckliche Sven”-Darsteller Günther Kaufmann und zum anderen Gundis Zámbó, die nichts von ihrem früheren Charme verloren hat.

Dirk Bach und Sonja Zietlow haben leider ihren satirischen Biß etwas verloren. Also bislang überzeugen die Ausgaben noch nicht.

Reich und schön muss pausieren

4. Januar 2009 um 08:40 Uhr

Die amerikanische Soap “Reich und schön” läuft seit Ewigkeiten erfolgreich. Das ZDF zeigt immer Doppelfolgen, während in den Staaten nur eine Folge pro Tag gesendet wird. Kein Wunder, dass man nun fast gleichgezogen ist. Es muss neu synchronisiert werden. Ab sofort pausiert die Serie daher.

Viele Fans sind enttäuscht. Es wurde der Vorschlag gemacht, in der Zeit uralte Folgen zu wiederholen oder jeweils eine neue und eine alte zu zeigen. Das ZDF antwortete nur mit Standard-Baukasten-Sätzen, das man mit der Serie pausieren müsse. Auf die Vorschläge wurde nicht eingegangen. Nun wollen die Fans die original englischsprachigen Folgen im Internet sehen, um nicht so lange auf das ZDF warten zu müssen. Der Sender wiederholt lieber 90 Folgen der Serie “Girlfriends”, d.h. mindestens 5 Monate kein “Reich und schön”.

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Geissen und Raab sind die Silvester-Gewinner

um 08:33 Uhr

Stefan Raab präsentierte auch dieses Jahr seine TV-Total-Silvestershow. Diesmal hatte er aber keine Gäste auf der Couch, sondern zeigte noch einmal Highlights aus seiner Show. Die Krönung war dabei die Persiflage auf Vincent Raven. Auch wenn man schon alles kannte war die Mischung gelungen.

Die richtige Wahl hatte auch Oliver Geissen mit den Apres Ski-Hits in seiner ultimativen Chart-Show. DJ Ötzi gewann das Ranking souverän mit Anton aus Tirol. Die kurzweilige Show bot auch viel Unterhaltung auf dem Sofa mit den Gästen. Nur warum zeigt SAT1 ein paar Tage später auch eine Chart-Show mit Apres Ski-Hits? Schlechtes Timing.

ARD und ZDF konzentrierten sich eher auf die ältere Generation mit dem Silversterstadl und deutschen Schlagern. RTL2 war live auf der Berliner Feier-Meile.

Insgesamt bot das Fernsehen also gute Unterhaltung am letzten Tag des Jahres 2008.

Big Brother 9: das erste Fazit

28. Dezember 2008 um 06:59 Uhr

Die neunte Staffel von Big Brother läuft seit 3 Wochen. Die Medien schreiben leider nur über die enttäuschenden Einschaltquoten. Und interessieren aber weniger dieese Äußerlichkeiten, als vielmehr die inneren Werte. Und das sind hauptsächlich die Bewohner.

Leider sind diesmal kaum Charaktere dabei, die polarisieren. Wirklich auffällig sind nur Cathy und Madeleine, in gewisser Weise auch Danny und Orhan.

Cathy wirkt eher dümmlich, aber auf eine nette Weise. Von deutscher Geographie hat sie gerade mal null Ahnung. Sie weiß gerade mal, dass es Hamburg gibt, weil sie dort wohnt. Sei betont zwar immer wieder, dass sie kein bißchen prüde ist, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Aber immerhin bahnt sich mit Beni das erste Liebespaar an. 

Madeleine ist die Nervensäge. Sie labert ständig dummes Zeugs und tut so als egozentrische Obermackerin, die nur ans Rauchen denkt und ihren Kollegen kein Weihnachtsessen gönnt, wenn sie zuschauen muss.

Danny ist voll auf der Christen-Schiene und lehnt alles andere ab. Leider haben die anderen Bewohner nur wenig mit Religion am Hut. Bis auf Daniel  kann keiner zu interessanten Diskussionen beitragen. Überhaupt leidet die Staffel an fruchtbaren Gesprächen. Das kann aber auch an einer allgemeinen Interessenlosigkeit der heutigen Jugend liegen.

Dann hätten wir da noch den Orhan, einem Jungen mit Migrationshintergrund. Außen cool, innen weich.

Geraldine liegt in unserer Gunst bislang vorne, weil sie einfach die netteste und attraktivste ist und bislang nicht negativ aufgefallen ist. Delia könnte sich zur Quoten-Zicke entwickeln.

Hoffen wir, dass die nächsten Wochen spannender und turbulenter werden. Am Montag entscheidet sich, ob Madeleine oder Danny das Haus als Erste verlassen müssen.

Unser aktuelles Ranking:
1 Geraldine
2 Cathy
3 Daniel
4 Jana
5 Andy
6 Sascha
7 Orhan
8 Oliver
9 Desi
10 Eisi
11 Danny
12 Beni
13 Delia
14 Madeleine

Schmidt und Pocher trennen sich

um 06:31 Uhr

Es war lange Zeit ein offenes Geheimnis, jetzt ist es offiziell: Harald Schmidt und Oliver Pocher beenden zum April 2009 ihre gemeinsame Show und gehen anschließend eigene Wege.
Sehr schade, da die Schmidt-Show durch Pocher und das TV-Kritik-Konzept sehr an Qualität gewann.

Harald Schmidt soll nun im Wahljahr 2009 alleine seine eigene scharfe Comedy machen. Hauptsache, er bleibt uns treu. Denn ohne Schmidt wäre die TV-Welt nur halb so gut.

Casting-Nachtrag zu Popstars und Supertalent

um 06:03 Uhr

Es ist schon erschreckend. Während der Castingshows sind die Teilnehmer in aller Munde. Kaum ist eine Woche vorbei, fällt es einem schwer, den oder die Gewinner zu nennen.
Michael Hirte hat dieses Schicksal noch nicht erlitten. Passend zur Weihnachtszeit brachte er schnell seine erste CD auf den Markt und präsentiert in vielen TV-Shows seine Mundharmonika-Werke. Er galt auch bei uns als der große Favorit. Doch wer stand mit ihm noch im Finale?
Stimmt, da war einer mit Kugeln auf den Armen: Kelvin Kalvus. Ob man von ihm je wieder hören wird. Es wäre ihm zu gönnen. Oder was wird aus den Gesangstalenten Vanessa Krasniqi und Yosefin Buohler? Auch den Teufelsgeiger Lucas Wecker sollte man nicht vergessen.

Bei den Popstars heißt die Besetzung der Band Queensberry Leo, Victoria, Gabriella und Antonella. Das geht in Ordnung, obwohl Antonella ja ganz schön rumgezickt hatte.
Die Beste war aber Diyana. Ich könnte jetzt von einem Skandal sprechen, dass die anderen Girlies und D. sie rausgemobbt haben. Sie bekam praktisch nie eine Chance.
Aber für sie selber war das hoffentlich positiv. Denn sie ist einfach viel zu gut für eine eventuell kurzlebige Casting-Truppe. Ich hoffe sehr, dass sie nun eine beispiellose Solo-Karriere startet. Sie gilt schon jetzt als deutsche Rihanna.

Apropos Solokarriere: auch die von Bohlen kritisierte Holländerin Rania hat nun ihre erste Single veröffentlicht. Sie heißt Crying Undercover und ist schon ganz ordentlich in den Charts platziert.

Einmal im Leben: 30 Dinge, die ich tun möchte

17. November 2008 um 11:15 Uhr

Ross Antony trat in den letzten drei Wochen mehrmals an, um 30 Dinge zu erledigen, die “Mann” tun muss.

Die Sendereihe war mässig unterhaltsam, zumal Ross etwas zu aufgedreht war. Aber sie regt an, sich selber mal Gedanken darüber zu machen, welche Träume man sich erfüllen will. Hier ging es ja vor allem um besondere Erlebnisse. Und das Schöne ist, dass die meisten Dinge mittlerweile möglich sind. Es gibt dafür etliche Anbieter und Agenturen, die auch Geschenkgutscheine ausstellen.

Ich habe mir mal Erlebnisse im Geschenkpark angesehen und meine Top 30 erstellt:

 1. Hubschrauberflug
 2. Fallschirm Tandemsprung
 3. Panzerfahren
 4. Rennbob oder Wok
 5. Zero Gravity
 6. Quad Tour
 7. U-Boot Tauchfahrt
 8. Paintball
 9. Sky Dinner
10. Criminal Dinner
11. Rafting
12. Husky-Trekking
13. Ferrari fahren
14. Dinner in the dark
15. Iglu Camp
16. Be a Popstar
17. Ballonfahren
18. Bodypainting
19. Oldtimer Tagesrallye
20. Kamelreiten
21. Hawaiianische Massage
22. Luftschiff
23. Hochseilgarten
24. Fotoshooting
25. Bagger fahren
26. Braukurs
27. Poker Workshop
28. Agenten Training
29. Didgeridoo-Workshop
30. Eishockey Training

Uri Geller: Achad, Shtaim, Shalosh, Aliens

um 08:18 Uhr

Da hat sich ProSieben wohl mehr Zuschauer erwartet. Nicht mal 2 Millionen wollten das große Ereignis sehen, als erstmals in der Geschichte des Fernsehens Außerirdische Kontakt mit den Erdlingen aufnehmen.

93% glauben an Außerirdische. So das Umfrageergebnis bei den Zuschauern. Ist aber logisch: die Ungläubigen haben die Sendung wohl eh nicht geschaut und sich eher für das “realistische” Supertalent oder den Dokumentarfilm “Der König von Narnia” entschieden.

Die Nachrichten an die Aliens wurden über ein großes Teleskop in der Ukraine verschickt. Antworten kamen nicht an. Logisch: der Empfänger stand in Norditalien. Dabei weiß doch jeder Handy-Benutzer: man sollte zum Hören an der gleichen Stelle stehen wie der Handy-Lautsprecher zum Empfangen von Nachrichten.

Die Sendung war mutig. So wurde mit Hypnose bewiesen, dass ständig Menschen “entführt” werden. Beim Rücktransport wird ihnen ein Implentat im Ohr eingepflanzt. Wir Menschen machen das schließlich genauso, wenn wir Tiere erforschen. Und so verglich auch von Dänicken die Menschheit mit einem Ameisenhaufen. Auch eine Ameise glaubt nicht unbedingt an Außerameisen (also z.B. Menschen).

Gezeigt wurden einige echte UFO-Bilder und -Filme. Die eingesandten Fotos der Zuschauer waren aber wohl nur Partyballons. Der Roswell-Absturz bekam durch die Sendung auch wieder Nahrung. Zumindest kamen einige unbeantwortete Fragen auf. Z.B. warum bestellte man damals Kindersärge und entsorgte alle Beweismittel, obwohl es doch angeblich nur Wetterballons waren?

Die Ankunft der Aliens am 22.12.2012 wurde belegt. Allerdings nur, wenn der heutige Kalender stimmt und der Tag tatsächlich mit dem Ende des Mayakalenders übereinstimmt. Uri Geller erläuterte logisch, warum sie friedlich sein müssen. Sonst hätten sie uns schon alle zerstört.

Nur Nina Hagen war peinlich. Eigentlich gilt sie als UFO-Fan, zumal sie schon mal eines gesehen hat. Doch sie hat eine große Abneigung gegen Außerirdische. Sie würde sich wehren, wenn sie ihr zu nahe kommen. Ich glaube, sie macht vieles nur auf Show.

Insgesamt war die Show durchaus unterhaltsam und informativ. Leider traf sie das falsche Publikum. Diejenigen, die daran glauben und sich ernsthaft auf ein Zusammentreffen vorbereiten, wussten wohl schon alles vorher. Die ewigen Skeptiker wurden wohl nicht überzeugt und machen sich durch den scheinbaren Mißerfolg des Nachrichtenversandes noch mehr lustig.
Und dann heißt es - wie bei der Finanzkrise - dass man vorher nicht ahnen konnte….

Supertalent: Geige und Mundharmonika im Finale

um 07:58 Uhr

Die Zuschauer beim Supertalent haben durchaus Geschmack bewiesen. Herzzereissend begeisterte Hartz IV-Empfänger mit seiner Mundharmonika. Der junge Teufelsgeiger Lucas Wecker lebte sein Musikinstrument förmlich. Er startete sanft und leise und ging dann ab wie die Feuerwehr.

Kelvin Kalvus zauberte erneut mit seinen Kugeln an den Armen. Auf der Gesangsseite gefielen vor allem die beiden Kraniqis: Vanessa Krasniqi und Duri Krasniqi. Nicht verwandt, aber beide mit hohem Talent.

Bedauerlich war lediglich das Scheitern des Geschwisterpaares Carolina und Amanda Lopez-Moreno. Da waren wohl einige schiefe Töne dabei. Aber mir hat der Auftritt trotzdem gefallen. Im Gegensatz zu Dieter Bohlen hätte ich hier auch großes Marketingpotential gesehen - was sich immer noch mache.

Am Samstag folgt das zweite Halbfinale. 

Peng - die Flopshow

9. November 2008 um 10:29 Uhr

Da hat sich Herr Balder ja was tolles ausgedacht: Peng - die Westernshow, Törööö - die Elefantenshow oder Kling Else Klingeling - die Weihnachtsshow… ganz viele Showtitel hat er sich sichern lassen. Doch vielleicht war alles umsonst. Die Quoten der ersten Ausgabe waren nicht so prickelnd.

Was aber bedenklicher ist, ist der Inhalt. Das Bühnenbild stimmte. Das Westernflair kam rüber. Doch die Spiele wirkten eher wie ein Kindergeburtstag: Seilspringen, auf einem Gummibüffel reiten, auf Schaukelpferden hüpfen und dazu recht billige Fragen.
Balder hätte wenigstens noch etwas Kreativität reinbringen können - etwa wie in “Am laufenden Band”. Doch die Zuschauerkandidaten gaben fast keinen Laut von sich. Diese Aufgabe hätte man dann aber wenigstens von den drei Prominenten erwartet. Doch Oliver Petzokat lief auf Standgas. Barbara Schöneberger findet sich eh selber am lustigsten und wirkte auch in dieser Show eher fehl am Platz. Und der Naujoks fragte sich wohl selber, warum er teilnahm.

Das Beste an der Show ist der Titel, der sich jedes Mal ändern wird. Aber ansonsten ist das leider sehr flache Freitagabendunterhaltung. Kein Vergleich zu seinem genialen “Genial daneben” oder den Spielen bei “Alles nichts oder”.